Kontakt
Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de
Spätnachrichten vom Freitag, 28. Dezember 2007
- Lehrerverband erfreut über Kultusminister-Vorstoß
- Streit um Bahnübergang am Equipagenweg in Markkleeberg
- Eagles bekommen neuen Trainer
- Erstes Spiel nach Handball-WM für HCL
- LVB schalten Automaten ab
- Mutmaßlicher Brandstifter gefasst
Der Sächsische Lehrerverband unterstützt den Vorstoß des Kultusministers, Grundschullehrer künftig wieder voll zu beschäftigen.
Die Vorsitzende des Lehrerverbandes, Ingrid Schwaar, sagte im Gespräch mit mephisto 97.6, sie setze sich schon lange für diesen Schritt ein. Eine Vollbeschäftigung für Grundschullehrer sei nötig, weil sich die Schülerzahlen inzwischen wieder stabilisiert hätten. Außerdem gäbe es immer weniger Grundschullehrer, weil das Land 15 Jahre lang keine neuen eingestellt habe. Deswegen fordert Schwaar auch 300 neue Stellen für Grundschullehrer. Der sächsische Kultusminister Steffen Flath hatte vorgeschlagen, ab dem kommenden Schuljahr Grundschullehrer wieder voll zu beschäftigen. Vor elf Jahren hatten sich Land und Lehrergewerkschaften auf eine Teilzeitregelung geeinigt. Demnach durften die Grundschullehrer nur noch 16 statt 28 Stunden arbeiten. Damit bekamen sie auch nur noch 57 Prozent des vollen Gehalts.
Der ADFC will sich weiter für einen Umbau des Bahnübergangs am Equipagenweg in Markkleeberg einsetzen.
Vorstandsmitglied Andreas Boos sagte, vor allem Radfahrer mit Anhängern könnten den Übergang nicht nutzen, weil die aufgestellten Sperren zu eng seien. Der Bahnübergang liegt auf einer der Hauptradrouten von Leipzig zum Cospudener See. Boos setzt sich deswegen dafür ein, dass sich die Bahn und die Städte Leipzig und Markkleeberg die Kosten für einen Umbau teilen. Markkleebergs Oberbürgermeister Bernd Klose hatte heute in der Leipziger Volkszeitung eine Kostenübernahme als indiskutabel bezeichnet.
Der Basketballverein BBV Leipzig Eagles bekommt einen neuen Trainer.
Nach Vereinsgaben wird der bisherige Assistent Nándor Kovács neuer Cheftrainer. Der bisherige Headcoach René Zoller übernimmt den Assistentenposten. Der Verein hofft, damit seine sportliche Krise zu überwinden. Die Basketballerinnen konnten in der aktuellen Bundesligasaison erst ein Spiel gewinnen. Mit acht Niederlagen stehen sie auf dem letzten Tabellenplatz.
Die Bundesligamannschaft des HC Leipzig tritt morgen zu ihrem ersten Spiel seit über einem Monat an.
Die Damen spielen am Abend auswärts gegen Trier. Trainer Morten Arvidsson bezeichnete die Vorbereitung als schwierig, weil nach der Handball-Weltmeisterschaft kaum Zeit für gemeinsames Training war. Das nächste Heimspiel bestreitet der HCL am nächsten Samstag gegen den FHC Frankfurt/Oder.
Die LVB schalten ab Sonntag ihre Fahrscheinautomaten ab.
Damit will das Unternehmen Beschädigungen durch Silvesterfeuerwerk verhindern. Zunächst werden die Automaten in den Außenbezirken abgeschaltet, bis Montagmittag sollen die in der Innenstadt folgen. Ab Neujahr sollen die Automaten dann wieder schrittweise in Betrieb genommen werden. Die Automaten in den Bussen und Bahnen sind davon nicht betroffen.
Die Polizei hat einen mutmaßlichen Brandstifter gefasst.
Nach Polizeiangaben steht der 31-Jährige im Verdacht, einen Imbisswagen und einen Unterstand für Einkaufswagen in der Lene-Voigt-Straße angezündet zu haben. Dabei brannte der Imbisswagen vollständig aus, die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt. Der Verdächtige wohnt in der Nähe des Tatortes. Die Polizei hatte ihn kurze Zeit nach dem Brand zu Hause angetroffen. Er hatte frische Brandverletzungen und musste deshalb ärztlich versorgt werden. Ein Zusammenhang mit den Bränden in der Lene-Voigt-Straße in den vergangenen Tagen besteht laut Polizei aber nicht.
Frühnachrichten
- Grundschullehrer sollen volle Stellen bekommen
- Freie Szene soll stärker gefördert werden
- Games Convention bleibt vermutlich in Leipzig
- Lintec will 2008 wieder schwarze Zahlen schreiben
- Massenschlägerei zwischen Fußball-Fans in Eilenburg
Die sächsischen Grundschullehrer sollen ab dem kommenden Schuljahr wieder vollzeit arbeiten dürfen.
Dafür sprach sich der Landeskultusminister Steffen Flath aus. Auch der Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur Leipzig Roman Schulz sagte, er unterstütze das Vorhaben. Im Regierungsbezirk sind davon 3000 Lehrer betroffen. Für sie sei es bisher ein schmerzlicher Weg gewesen: In den vergangenen Jahre hätten sie verkürzt gearbeitet und damit weniger Einkommen gehabt. Sie haben zur Konsolidierung des Landes beigetragen und deshalb sei es legitim, ihnen nun wieder volle Stellen anzubieten. Schulz sagte weiter, die Zahl der Schulkinder werde ab jetzt längerfristig stabil bleiben. Die Vollzeitbeschäftigung sei also gesichert. Außerdem gebe es bereits viele Lehrer, die mehr arbeiten als festgelegt. Wegen des Schülerrückgangs hatten sich Lehrergewerkschaft und Regierung vor elf Jahren für Teilzeit entschieden.
Der Dezernent für Kultur Georg Girardet hat sich für eine bessere Unterstützung der freien Szene ausgesprochen.
Kulturvereine oder freie Theater seien ein wichtiger Teil der Kulturlandschaft. Girardet sagte, sie zögen besonders junge Leute an und seien damit unverzichtbar für die Stadt. Die Kritik, dass die freie Szene zu wenig Geld bekomme, sei gerechtfertigt. Die Kürzungen in den letzten beiden Jahren seien nicht mehr verkraftbar gewesen. Diese Erkenntnis habe sich durchgesetzt. Ihn hätten deshalb fünf Anträge von Fraktionen zur Anhebung des Budgets erreicht. Girardet sagte weiter, die Fraktionen setzten sich für 2,5 Prozent des Kulturetats ein. Das sind 540.000 Euro mehr als bisher. Damit bekämen die freien Kulturschaffenden dann etwa 2,5 Millionen Euro des Etats für Kultur. Die Vertreter der freien Szene fordern jedoch das Doppelte. Im Februar soll endgültig feststehen, wie viel sie künftig bekommen.
Die Computerspiele-Messe Games Convention bleibt vermutlich in Leipzig.
Wie „Welt online“ berichtet, hat die Leipziger Messe mit drei der zehn größten Aussteller bereits Verträge abgeschlossen. Sie seien auf fünf Jahre festgelegt. Verpflichtet hätten sich Sony, Microsoft und Nintendo. Im August läuft der Vertrag zwischen der Messegesellschaft und dem Veranstalter, dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, aus. Deshalb haben sich unter anderem Berlin und Frankfurt als neue Messestandorte ins Gespräch gebracht.
Der Informationstechnik-Dienstleister Lintec erwartet für das kommende Jahr erstmals wieder schwarze Zahlen.
Seit der Fusion mit einem österreichischen Unternehmen gehe es wieder bergauf. Die Firma mit Sitz in Taucha habe bereits in diesem Jahr neue Kunden gewonnen.
Sie war vor etwa sechs Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Lintec baut unter anderem Computer und stellt Software her. Sie beschäftigt 130 Personen.
Bei einer Massenschlägerei zwischen Fußball-Fans in Eilenburg ist ein Mann schwer verletzt worden.
Nach Angaben der Polizei sind vermutlich Fans der Vereine Lok Leipzig und FC Sachsen aneinander geraten. Am Abend hätten sich etwa 25 Vermummte vor einer Gaststätte versammelt. Sie beschimpften die darin sitzenden Fans. Welche Gruppe provozierte, ist bisher nicht bekannt. Die Polizei griff in die darauf folgende Prügelei ein und nahm die Personalien der Beteiligten auf. Der Schwerletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt wurden drei Personen verletzt.




O-Ton