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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 23. Mai 2012

Die Stadt erwartet durch die Einführung einer LKW-Maut auf der B2 kein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet.

Damit reagiert die Kommune auf Kritik des Deutschen Automobilclubs ADAC. Christoph Bock vom Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig sagte, es würden sich keine attraktiven Alternativstrecken für die LKW-Fahrer anbieten. Man müsste auf die A 38 ausweichen um dann zu einer anderen Autobahnausfahrt nach Leipzig zu kommen. Das konkrete Teilstück habe keine mautfreie Alternative. Bock sagte weiter, im Stadtgebiet gebe es regelmäßige Verkehrszählungen. Es seien aber keine konkreten Zählungen für den umliegenden Bereich der B 2 geplant. Ab August soll auf der Bundesstraße B 2 eine LKW-Maut erhoben werden. Davon betroffen ist das Teilstück von der Autobahn A 38 bis Markkleeberg.

Im Streit um den Innenausbau des Paulinums fordern Gegner weiterhin den Verzicht auf die Glaswand.

Der Pfarrer der Thomaskirche, Christian Wolff, sagte heute, die Multifunktionalität des Paulinums sei durch eine gläserne Trennwand gefährdet. Zur Glaswand gebe es keine Alternative - sie sei Unsinn. Klimatisch könnte der Innenraum nicht voneinander getrennt werden. Wolff sagte weiter, die geplante Glaswand würde auch der Akustik schaden. Man könne den Raum nicht mehr für Konzerte nutzen. Die Gegner beklagen, dass ihre Interessen bei den Planungen unberücksichtigt bleiben. Das Paulinum soll Ende 2014 fertiggestellt werden. In der kommenden Woche gibt es verschiedene Gedenkveranstaltungen. Sie sollen an die Sprengung der Universitätskirche St. Pauli erinnern. Heute vor 44 Jahren hatte der damalige Stadtrat der Sprengung zugestimmt.

Die Waldbrandgefahr ist in und um Leipzig unverändert hoch.

Laut Staatsbetrieb Sachsenforst ist beim Betreten der Wälder weiterhin erhöhte Vorsicht geboten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienst haben die einzelnen Regenschauer aus der vergangenen Nacht die Gefahr nur wenig gesenkt. In Nordsachsen bestehe weiterhin die höchste Waldbrandgefahr. In der Stadt und im Landkreis Leipzig gelte eine hohe bis mittlere Gefahrenstufe. Mit einer Entspannung rechnet der Deutsche Wetterdienst erst ab dem kommenden Wochenende.

An der Universität Leipzig startet ab Oktober der neue Bachelorstudiengang Religionswissenschaft.

Wie die Universität mitteilte, würden sich immer mehr Studierende für das Fach Religion interessieren. In dem Studiengang sollen Kenntnisse in den großen Religionen wie dem Islam oder dem Judentum vermittelt werden. Auch kleinere Religionsgemeinschaften und die Geschichte der Glaubensrichtungen seien ein Thema. Bisher hatte das Institut für Religionswissenschaften nur einen Masterstudiengang angeboten. Es gilt als das traditionsreichste Institut in Deutschland und besteht seit 100 Jahren an der Universität Leipzig.

In der kommenden Nacht wird in den Orten Kitzen und Eisdorf die Trinkwasserversorgung unterbrochen.

Wie die Kommunalen Wasserwerke Leipzig mitteilten, werden die Leitungen von 22 Uhr bis drei Uhr nachts abgestellt. In der kommenden Woche könne es vereinzelt Druckschwankungen und Trübungen geben. Diese seien gesundheitlich unbedenklich. Die KWL haben ein Nottelefon für die betroffenen Anwohner eingerichtet.

 

Frühnachrichten

Die Leipziger Linke bedauert den Rückzug von Oskar Lafontaine.

Lafontaine hatte am Abend bekannt gegeben, dass er nicht für den Bundesparteivorsitz der Linken kandidieren wird. Volker Kühlow, Vorsitzender der Leipziger Linkspartei, bedauert die Entscheidung sehr. Er sehe derzeit keinen passenden Ersatz für Oskar Lafonataine. Das gelte auch für die sächsische Kandidatin, Sabine Zimmermann. Die Kandidatur von Sabine Zimmermann sei auch für die Leipziger Linke überraschend gewesen. Kühlow schätze Zimmermann. Es sei jedoch fraglich, ob sie das Format hat, an der Spitze der Partei zu stehen. Das sei zurzeit jedoch bei allen Kandidaten der Fall. Er hoffe, dass in den nächsten Tagen eine Konstruktion in die Öffentlichkeit tritt, die zu einem Neustart nach dem Parteitag in Göttingen in der Lage ist. Kühlow sagte weiter, als eine mögliche Alternative für den Bundesparteivorsitz sehe er zurzeit nur Sarah Wagenknecht oder Gregor Gysi.

Oberbürgermeister Burkhard Jung hat den Chemnitzer Schauspieldirektor Enrico Lübbe offiziell als Schauspiel-Intendanten vorgeschlagen.

Wie die Stadt mitteilte, erfolgte der Vorschlag im Einvernehmen mit der Auswahlkommission und verschiedenen Kulturausschüssen. Lübbe hat laut Jung durch seine klaren Vorstellungen für das Schauspiel Leipzig überzeugt. Hier war der 37-Jährige bereits von 2000 bis 2004 Regisseur. Mitte Juni entscheidet der Stadtrat über den Vorschlag. Lübbe soll das Amt im August 2013 antreten.

Sachsen plant Kürzungen bei der Berufsausbildung an Berufsfachschulen.

Nach Angaben des Kultusministeriums sollen etliche Assistenzberufe gestrichen werden. Die Ausbildung in einem Assistenzberuf findet hauptsächlich an Berufsfachschulen statt. Somit sieht sie keine praktische Ausbildung im Betrieb vor. Durch die Einsparungen könnten Bildungsgänge wie zum Beispiel zum Sozialassistenten oder zum staatlich geprüften Techniker wegfallen. Die Kürzungen sollen die duale Ausbildung stärken, die eine praktische Ausbildung im Betrieb beinhaltet. SPD, Grüne und der Deutsche Gewerkschaftsbund zeigten sich über die Pläne der Staatsregierung empört. Nach Angaben der SPD könnten bis zu 10.000 zukünftige Berufsschüler in Assistenzberufen betroffen sein. Besonders Jugendliche ohne Schulabschluss hätten durch die Pläne der Landesregierung weniger Chancen auf eine Berufsausbildung.

Die Georg-Schwarz-Straße ist nach einem Kanalschaden stadteinwärts gesperrt.

Wie die kommunalen Wasserwerke mitteilten, ist in Leutzsch ein mehr als 80 Jahre alter Abwasserkanal gebrochen. Noch bis Freitag müssen Autofahrer deshalb über die Hans-Driesch-Straße ausweichen. Bis dahin sollen die Reparaturen abgeschlossen sein. Auch die Straßenbahnlinie 7 fährt ab dem Hauptbahnhof nur bis zum Sportforum. Auf einer Teilstrecke werden dann Ersatzbusse eingesetzt.

 

Die Deutsche U-18 Fußball Nationalmannschaft hat am Abend in Markranstädt gegen den Nachwuchs aus Russland gewonnen.

In einem Freundschaftsspiel besiegte das deutsche Team die russische Mannschaft mit 3:1. Fast 1.800 Zuschauer waren bei dem Spiel in Markranstädt dabei. In einem weiteren Länderspiel in Eilenburg treffen die beiden Mannschaften morgen noch einmal aufeinander. Die beiden Spiele dienen der Vorbereitung auf die Qualifikation zur nächsten Europameisterschaft.