Ladenschlussbündnis geht von Räumung des „Tönsberg“-Ladens aus
Nach der ersten Verhandlung zur Schließung des umstrittenen „Tönsberg“-Ladens in der Innenstadt geht das Bündnis Ladenschluss von einer erfolgreichen Klage aus.
Sprecherin des Bündnisses, Juliane Nagel sagte, der Fall in Leipzig sei mit dem in Magdeburg vergleichbar. Dort entschied das Landgericht Mitte Februar den „Tönsberg“-Laden zu schließen. Nagel sagte, Uwe Meusel habe als Betreiber der Mediatex GmbH, die die Vertiebs- und Herstellungsgesellschaft der Bekleidungsmarke „Thor Steinar“ ist, in Magdeburg das gleiche Verfahren angewendet wie in Leipzig. Er habe nicht gesagt, was er in seinem Laden verkaufen wolle. In Magdeburg habe er Streetwear angegeben, in Leipzig sogar Übergrößenmode. Meusel habe also im Dunkeln gelassen, dass es sich um die Marke „Thor Steinar“ handle. Nagel sagte weiter, die Mediatex GmbH habe sich außerdem bisher nicht von Kunden distanziert, die der rechten Szene angehören. Bei der ersten Verhandlung gestern hatte sich der Ladenbesitzer zwar bereiterklärt vorzeitig auszuziehen, allerdings verlangte er dafür 200.000 Euro. Das hatte der Hauseigentümer abgelehnt. Vor dem Landgericht soll Ende August weiter verhandelt werden.




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