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Gewerkschaft gegen Lohnverzicht bei Karstadt
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat den geforderten Gehaltsverzicht für die Karstadt-Mitarbeiter kritisiert.
Der ver.di-Fachbereichsleiter Handel, Jörg Lauenroth-Mago, sagte, er unterstütze zwar Bonuszahlungen für erfolgreiche Mitarbeiter. Jedoch könne nicht zugleich ein weiterer Gehaltsverzicht von allen Beschäftigten gefordert werden. Das sei ungerecht. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hält hingegen einen weiteren Lohnverzicht der Angestellten für vertretbar. Lauenroth-Mago sagte, es müssten auch weiterhin Tariflöhne gezahlt werden.
Görgs Vorhaben sei unanständig. Erst wolle er den Menschen das Geld wegnehmen, um Einzelnen dann etwas wieder zu geben. Die Tarifgehälter seien sowieso nicht besonders hoch, so dass dort den Beschäftigten nichts mehr genommen werden könne. Lauenroth-Mago sagte, die Mitarbeiter hätten in der Vergangenheit bereits auf mehrere tausend Euro im Jahr verzichtet. Das hätte dem angeschlagenen Konzern aber nicht geholfen. Vielmehr müssten die überdurchschnittlich hohen Mietverträge wie am Leipziger Standort neu verhandelt werden. Bei Karstadt in Leipzig arbeiten rund 300 Beschäftigte.




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