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New York, New York - Die Entdeckung der Schnelligkeit
Wer ist eigentlich John McCain?

Während es in Athens, Ohio zumindest tagsüber noch recht gemütlich zugeht (die Studenten müssen schliesslich irgendwann auch einmal ihren Rausch ausschlafen), stellten wir bereits in Washington fest, dass die Amerikaner dort ein deutlich höheres Tempo drauf hatten, was sich unter anderem im Mexican Imbiss zeigte, wo ca. 40 Burritos in einer Minute gerollt wurden. Aber das alles ist kein Vergleich zu New York. Denn hier ist Highspeed angesagt. Die New Yorker gehen nicht zur Arbeit, sie rennen. Um acht Uhr morgens schieben sich die Anzugträger in die viel zu vollen Metro-Wagen bis keiner mehr Atmen kann, dann rennen sie über den Broadway, kaufen auf dem Weg zur Arbeit noch schnell einen Extra-Tall-Decaf-Latte-Macchiato-With Toffe-Hazelnut-Flavor-and-Cream-on-Top, um dann in den Wolkenkratzern zu verschwinden und noch schnell den Aufzug in die 23. Etage zu nehmen.
Zum Essen: Keine Zeit.
Zum Gehen: Keine Zeit.
Zum Wahlkampf: Anscheinend auch nicht.
Da wir mittlerweile ein Auge dafür haben, erkennnen wir zwar einige Obama-Poster im 5. Stock eines Hochhauses und vermuten ein paar Wahlkampfhelfer dahinter, aber den ganzen Tag über sehen wir niemanden mit Obama-T-Shirt, keinen McCain-Button, kaum Poster auf den Strassen. Nur der Timecode von CNN zaehlt auf dem Times Square die Tage, Stunden und Minuten bis zur Wahl. Und auf einer riesengrossen Werbetafel steht ein kleines "Vote". Schwarz auf weissem Grund blinkt es nicht einmal und geht deshalb in den Farben und dem Licht des Times Square unter.
Von einem einzigen Wahlkämpfer werden wir heute angesprochen, ein Obama-Anhänger uebrigens. Die Republikaner haben sich hier scheinbar unsichtbar gemacht - oder NYC aufgegeben. Der New Yorker hat vermutlich sowieso keine Zeit sich mit dem Parteiprogramm der Demokraten und Republikaner sorgfältig auseinanderzusetzen. Im Laufen lässt es sich schliesslich schlecht lesen.
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Eine Exkursion in die USA von rund zweieinhalb Wochen unternehmen
elf mephisto97.6-Redakteure vom 26. September bis 12. Oktober
zusammen mit den Programmdirektoren Christoph Peters und Prof. Dr.
Ruediger Steinmetz. Dabei beobachten sie den
Praesidentschaftswahlkampf und die Finanzkrise, berichten fuer uns
darueber aktuell und bereiten mephisto 97.6-Programme vor.. Auf der
ersten Station in Athens, Ohio, arbeiten sie dabei mit
amerikanischen Studenten der E.W. Scripps School of Journalism
zusammen. Auf ihrer weiteren Reise nach Washington D.C. und New York
erhalten sie unter anderem einen Einblicke in das amerikanische
Mediensystem und treffen deutsche Korrespondenten.
Von: Cleveland Johnson aus New York City
Freitag, 10-10-08 05:33 Uhr
Wahlkampf in New York wåre doch ueberfluessig. Haben Sie einen McCain Anhaenger in der City gefunden? Sie haben sich schon laengst verdrueckt! Die New Yorker sind doch alle fuer Obama... Oder? Gekaempft wird hauptsaechlich in Ohio, Virginia, North Carolina, Indiana noch -- aber in New York schon lange nicht mehr...


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