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Debattierclub Runde zwei
Argumentieren unter erschwerten Bedingungen
90 Minuten lang ‚talking heads’, plappernde Köpfe. Wahlweise eingefangen in Close-Ups oder Ganzkörpershot. Zugegeben, man kann sich geeignetere Bilder für das dynamische Medium Fernsehen vorstellen und dennoch ist die TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten in den Staaten DAS Medienspektakel Nummer eins. Als die designierten Staatsoberhäupter Barack Obama und John McCain gestern Rede und Antwort standen, hockten Millionen US-Amerikaner erwartungsvoll vor dem Bildschirm. Mitten unter ihnen wir, eingeladen vom Deutschen Haus der New York University.
Es ist bereits die dritte Debatte in dieser Wahlkampfsaison, doch schon jetzt ist eines offenkundig: Nichts ist vorhersehbarer, nichts berechenbarer als diese Fernsehdebatten. Gesundheit, Außenpolitik, Innere Sicherheit- die Themen sind seit geraumer Zeit abgesteckt, die Positionen beider Kandidaten zementiert.
Doch auch wenn es inhaltlich keine Überraschungen gab, so hatten die Kandidaten diesmal unter erschwerten Bedingungen zu argumentieren. Vom Pult befreit fanden sich Obama und McCain diesmal auf freier Lichtung wieder UND Publikum, sowie Zuschauer konnten neben dem Moderator ihre Fragen loswerden. Doch die neu gewonnene räumliche Freiheit barg durchaus ihre Tücken: Zwar hatten beide Kandidaten Barhocker um in den Gesprächspausen zu verschnaufen, jedoch schaffte es der 1, Meter große John McCain nicht seinen Stuhl zu erklimmen. Erschwerend kam noch hinzu, dass Call-Ins aus dem Publikum McCains ganze Aufmerksamkeit forderte. Während er seine Antworten ausbreitete, schien sein Blick immer wieder denjenigen zu suchen, der ihm eigentlich die Frage gestellt hatte. Dabei stolperte er etwas unbeholfen von Publikumsblock zu Block und wurde damit zur größten Herausforderung der Kameramänner.
Einmal mehr konnte der demokratische Anwärter Barack Obama von seiner Medienpräsenz profitieren und die Menge mit seiner Authenzität und Glaubwürdigkeit überzeugen. Doch auch Obama sagte wieder die bekannten, sehr persönlichen Argumente auf: So thematisierte er wiederholt Krebstod seiner Mutter, wie auch seine Erziehung durch die Großeltern. Seine Losung ‚Change’ gilt wohl nur für seine Politik, jedoch nicht für seine Reden. So ging aus der Debatte diesmal niemand als Sieger hervor. Beide blieben vage und äußerten sich nur sehr verhalten. Ob sich der Ton zwischen McCain und Obama so kurz vor der Wahl noch verschärft, könnte sich am Donnerstag zeigen. Dann werden sich beide letztmals in einer öffentlichen Debatte einem Millionenpublikum stellen.
Die dritte und letzte TV-Debatte wird live auf ARD zu sehen sein. Am 16.Oktober 2:55 bis 4:35 Uhr.
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Eine Exkursion in die USA von rund zweieinhalb Wochen unternehmen
elf mephisto97.6-Redakteure vom 26. September bis 12. Oktober
zusammen mit den Programmdirektoren Christoph Peters und Prof. Dr.
Ruediger Steinmetz. Dabei beobachten sie den
Praesidentschaftswahlkampf und die Finanzkrise, berichten fuer uns
darueber aktuell und bereiten mephisto 97.6-Programme vor.. Auf der
ersten Station in Athens, Ohio, arbeiten sie dabei mit
amerikanischen Studenten der E.W. Scripps School of Journalism
zusammen. Auf ihrer weiteren Reise nach Washington D.C. und New York
erhalten sie unter anderem einen Einblicke in das amerikanische
Mediensystem und treffen deutsche Korrespondenten.


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