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Das 46. New York Filmfestival
Willkommen in der Provinz
Wenn eine Stadt wie New York ein Filmfestival macht, gibt es zwei Möglichkeiten. Die Erste: das Festival wird gehypt bis zum Umfallen, die komplette Hollywoodprominenz wechselt von der West an die Eastcoast und feiert sich selbst. Die zweite Möglichkeit: das Festival geht im kulturellen New Yorker Overflow komplett unter, noch nicht einmal Plakate oder ähnliche werbewirksamen Methoden machen auf es aufmerksam. Das New York Filmfestival - seit 45 Jahren vom Lincoln Center organisiert - gehört definitiv zur zweiten Möglichkeit. Denn das was hier seit 10 Tagen stattfindet ist - mit der glamourösen Ausnahme der Clint Eastwood - Angelina Jolie - "The Changeling" - Premiere eine absolute Provinzposse. Noch nicht mal ein Pressezentrum gibt es, die Akkreditierungen für die Journalisten werden liebevoll per Hand geschrieben und selbst einlaminiert, Aufbewahrungsort ist ein kleiner, roter Kasten mit Register-ABC für die bessere Übersichtlichkeit. Nach dem netten Plausch mit dem "Pressemann" gibt’s erstmal Frühstück - warum auch nicht! Lieber Berlinale-Direktor Diether Kosslick, wäre das nicht auch für die Berlinale mal was schönes: Bagels und Kaffee gratis vor der morgendlichen Pressevorführung?
Nur mit der Vorführung an sich hapert es dann etwas. Nachdem der Kurzfilm zur Hälfte tonlos war, ist der argentinische Hauptfilm "Headless Woman" vor der Vorführung wohl kurz heruntergefallen. Die Vorführung jedenfalls beginnt spiegelverkehrt und falsch rum, der Abspann(!) läuft auf dem Kopf und eine unverständliche Tonspur ergänzt das visuelle Wirrwarr. Das Auditorium krümmt sich vor Lachen, der Vorführer bricht ab, nach fünf Minuten Kaffeepause geht der Film von vorne los - und diesmal sogar richtig herum. Im transatlantischen kulturellen Austausch können die Amerikaner diesmal vielleicht sogar von uns etwas lernen. Nämlich wie man ein Filmfestival richtig organisiert! Denn YES! WE CAN.
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Eine Exkursion in die USA von rund zweieinhalb Wochen unternehmen
elf mephisto97.6-Redakteure vom 26. September bis 12. Oktober
zusammen mit den Programmdirektoren Christoph Peters und Prof. Dr.
Ruediger Steinmetz. Dabei beobachten sie den
Praesidentschaftswahlkampf und die Finanzkrise, berichten fuer uns
darueber aktuell und bereiten mephisto 97.6-Programme vor.. Auf der
ersten Station in Athens, Ohio, arbeiten sie dabei mit
amerikanischen Studenten der E.W. Scripps School of Journalism
zusammen. Auf ihrer weiteren Reise nach Washington D.C. und New York
erhalten sie unter anderem einen Einblicke in das amerikanische
Mediensystem und treffen deutsche Korrespondenten.
Von: Nils Hennig aus Wurzen
Samstag, 11-10-08 21:58 Uhr
Besser so ein Filmfest als gar keines - wann gibt es hier bei uns in Leipzig mal ein Filmfest, von mir aus eines der zweiten Kategorie...
Von: Cleveland Johnson aus New York
Freitag, 10-10-08 05:55 Uhr
Na ja. Ich frage mich warum NY ueberhaupt Filmfeste braucht? Mit 50-75 verschiedene Filme regelmaessig in der Stadt zu sehen -- die Haelfte davon Independent oder Auslaendische Film -- jeder Tag ist ein Filmfest! Lincoln Center soll sich auf Oper und Symphonie konzentrieren, besonders waehrend diese Jahren dessen Renovierung u. Umbau. Also, NY Fashion Week vor ein paar Wochen...dort hat germanische Ordung geherrscht!


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