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Abspecken – aber richtig!
Die Präsidentschaftswahlen lassen die Kandidaten und ihre Deputies vor dem Hintergrund der US- und Welt-Wirtschaftskrise an Profil gewinnen
Die New York Times-Samstagausgabe war auch schon mal dicker. Seit Montag ist die Times im Umfang reduziert worden – Ausdruck der „normalen“ Zeitungskrise und jetzt natürlich auch der Welt-Wirtschaftskrise. Zu berichten gibt’s genug: immer wieder die Krise, diesmal als Aufmacher zur Auffrischung der Erinnerung mit Bildern von den Krisen 1914, 1929, 1987 und mit den betreten zu Boden gesenkten Blicken der EU-Finanzminister aus der letzten Woche. Als ob die für das Desaster im Wesentlichen verantwortlich wären...
Mehr als zwei Wochen USA – eine Exkursion, die man schon „historisch“ nennen muß: Die US- und Welt-Wirtschaftskrise spitzt sich extrem zu, die Präsidentschaftswahlen lassen die Kandidaten und ihre Deputies vor diesem Hintergrund an Profil gewinnen bzw. verlieren: Obama will die Reichen steuerlich stärker belasten, McCain die Amerikaner generell von Steuern entlasten. Aber auch die Schwächen der Kandidaten treten deutlicher zu Tage: McCain verfällt in allgemeine Floskeln, wiederholt gebetsmühlenartig seine lange Lebenserfahrung und seine Distanz gegenüber republikanischen Entscheidungen. Obamas Außenpolitik würde, wenn er Präsident werden würde, zu einem militärischen Eingreifen in den Bin-Laden-Gebieten in der pakistanischen Grenzregion zu Afghanistan führen. Er würde aber mit Iran und Nordkorea reden und nicht gleich auf Konfrontation gehen wie McCain. Beide betonen ihre umfangreichen „Pläne“, die die Finanzkrise eindämmen und die USA zu alter Größe, zur „besten aller Nationen“, zurückführen würden. Dafür setzt Obama Prioritäten in der Bildung, in der Sozialversicherung und in der Ökologie. Die Stimmung im Land ist nach allen unseren Beobachtungen für ihn und nicht für seinen Wahlgegner. Es wäre eine Sensation in der US-Geschichte: ein Afro-Amerikaner als Präsident. Aber vielleicht täuscht auch die Metropolen-Perspektive.
Neben den großen politischen Aktionen beim großen Bruder haben wir auch das normale (Studenten-) Leben in der Provinz erlebt: Homecoming in Athens – ein großes Fest, Parade, Football und Marching Bands und ein typischer Teil des Studentenlebens. Aus fleißigen Lernbienen werden (manchmal allzu) ausgelassene junge Menschen und ihre Familien.
Die Exkursion hat viele neue Erfahrungen vermittelt, die erstmal verarbeitet werden wollen: zunächst individuell und dann auch im mephisto-Radioprogramm. Die meisten Teilnehmer waren zum ersten Mal in den USA, bekamen neue USA-Bilder, aber auch Klischees wurden bestätigt. Diskussionen darüber gingen hin und her; so soll es sein.
Ein bestätigtes Klischee unter anderen: Viele Amerikaner sollten eher abspecken – und nicht die New York Times. R.St.
Von: Tim O. aus Niedersachsen
Mittwoch, 24-12-08 13:31 Uhr
...Ein bestätigtes Klischee unter anderen: Viele Amerikaner sollten eher abspecken – und nicht die New York Times...
Trifft das denn nicht auf Deutschland genauso zu ? ;)
Von: Nils H. aus Sachsen
Montag, 20-10-08 10:39 Uhr
Aus fleißigen Lernbienen werden (manchmal allzu) ausgelassene junge Menschen und ihre Familien...
Fast wie hier zu Hause in Deutschland... ;-)


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