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Berlinale 2012 - Blog

© Berlinale

Foto: Felix Hügel
Team Ungarn: Lalon Sander und Constanze von Szombathely

Wieviel spanische Paprika darf in ein ungarisches Gulasch? - Das Team Ungarn

Frage

Antwort Lalon

Antwort Constanze

Geburtstag

1985

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Studiengang

Journalistik/Geographie (Diplom)

6. Semester Journalistik/Politikwissenschaften

Was waren deine bisher interessantesten Reiseziele?

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Wo willst Du unbedingt noch hin?

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Was fällt dir bei deinem Tramp-Land zuerst ein?

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Persönliche Erinnerungen: Palatchinken (=Eierkuchen), Wasserrutschen und die zig Mücken am Balaton (Plattensee) – dort war ich mit 7 Jahren im Familienurlaub und mit 12 Jahren im Ferienlager. Ich hoffe, diesmal etwas mehr von Land und Leuten, auch abseits der touristischen Pfade, mitzukriegen.

Was war deine erste Vokabel?

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Kása (=Brei, Grütze) – Im gerade erwähnten Ferienlager gab es mehrmals zum Mittag eine braune, undefinierbare Masse. Die ungarischen Kinder am Nachbarstisch haben das Zeug wie verrückt gelöffelt, während wir Deutschen lustlos darin herumgestochert haben.

Wie hat sich dein Team auf das Tramping-Abenteuer vorbereitet?

Wir haben unterschiedliche Reiseführer durchegelesen: Lonely Planet; Kulturschock Ungarn (von einem in Deutschland lebenden Ungarn); mit einem deutschen Ehepaar gesprochen, die seit 40 Jahren jedes Jahr nach Ungarn fahren; unterschiedliche Freunde, die Erasmus-Semester in Ungarn gemacht haben; und schließlich ungarische Freunde, die ich von der Schule kenne. Eine gute Bekannte von uns arbeitet zur Zeit auch in Budapest...

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Was möchtet ihr in eurem Land unbedingt anschauen?

Wir wollen raus auf’s Land, wo wohl noch sehr viel Armut herrscht, wir wollen uns die „EU-Außengrenze“ anschauen und vielleicht auch rüber in die Ukraine; wir wollen uns mit den Donauschwaben unterhalten, die schon seit Jahrhunderten als deutsche Minderheit in Ungarn leben. Und wir wollen im Balaton anbaden!

Ich möchte unbedingt noch mal nach Szombathely (dt. Name: Steinamanger) in Westungarn. Das ist die Stadt, die nach mir benannt wurde bzw. die Stadt meines Nachnamens. Auch wenn ich keine Verwandten mehr in Ungarn habe (meine Urgroßeltern waren die letzten), fühle ich mich dieser Stadt und dem ganzen Land irgendwie verbunden.
Für den ersten Tag haben wir uns viel vorgenommen. Wenn wir um 5Uhr auf der Raststätte Muldental bei Grimma auf der A14stehen, sollten wir es eigentlich bis nach Budapest schaffen. Danach einfach der Nase nach, Ungarn im Uhrzeigersinn quasi. Wir wollen vor allem in die ländlichen Regionen, inklusive einem Abstecher in die Ukraine.

Wie soll eure Route ungefähr aussehen?

Nach Budapest und dann einmal im Uhrzeigersinn durch das Land.

Was tust Du, wenn nach drei Stunden immer noch kein Auto angehalten hat?

Wandern

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Was war deine größte Investition in deine Reise?

Lonely Planet gekauft: 20 Euro!

Ein neuer Bikini zum Anbaden im Balaton.

Was hat dich bei den Vorrecherchen zu deinem Land überrascht?

Och nichts, bin zwischen meinen langjährifen Erfahrungen in Bangladesh, Indien und Deutschland schon einiges gewohnt.

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Wieviel Tramp-Erfahrung hast du?

Null

Ich bin schon durch Deutschland, Frankreich und Spanien getrampt. Immer schön lächeln, Leute gezielt an Tank- und Raststätten anquatschen oder ausgerüstet mit einem Pappschild, auf dem der Zielort steht – das sollte eigentlich auch in Ungarn funktionieren!

 

 

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Team Ungarn: Nobelwein in einer Manager-WG

Montag, 25. Mai 2009
(Fotos: L. Sander, C. von Szombathely)

Unsere Zeit in Ungarn neigt sich langsam dem Ende zu und wir wollen endlich Baden gehen. Mit einem selbstgemachtem Schild, auf dem eine strahlende Sonne und die Aufschrift „Balaton“ unser Ziel verkünden, stehen wir außerhalb von Szekszard am Straßenrand. Unser Ziel werden wir heute nicht erreichen, und stattdessen 60 Kilometer weiter in einer Stadt übernachten, die für ihre Glühbirnenindustrie bekannt ist. [mehr..]



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Team Ungarn: Ausgegrenzt und abgestempelt

Mittwoch, 20. Mai 2009
(Fotos: L. Sander, C. von Szombathely)

Nach zwei Tagen in Szeged trampen wir an die EU-Außengrenze. In den Dörfern an der serbischen Grenze gibt es heute noch eine ungarischesprechende Minderheit. Wir wollen heraus finden, wie es ist, wenn man ein Visum braucht, um die Verwandten in Ungarn zu besuchen, landen aber im Abstellraum einer Pizzeria. [mehr..]



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Team Ungarn im Weinkeller Josef des Neunten

Mittwoch, 20. Mai 2009

Nach einem Abstecher über die serbische Grenze und einer Nacht im Abstellraum einer Pizzeria sind Lalon und Constanze wieder zurück in Ungarn. In Hajos besuchten sie eine Paprikaplantage und suchten die Weinkeller der Donauschwaben. [mehr..]



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Team Ungarn: Ganz unten

Montag, 18. Mai 2009

Am Samstag übernachten wir in Szeged bei Runar, einem norwegischen Medizinstudenten. Zusammen mit drei Erasmusstudentinnen wohnt er am Stadtrand in einer Wohnung, deren fünf Zimmer über zwei Stockwerke und 200 Quadratmeter verteilt sind. Runar ist seit vier Jahren in der Stadt, studiert auf Englisch und kommt deshalb nur selten mit Einheimischen in Kontakt. Trotzdem spricht er passabel Ungarisch und ist von der Roma-Minderheit fasziniert. Am Sonntag zeigt er uns das Roma-Viertel am Stadtrand. [mehr..]



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Team Ungarn: Augenblicke an der Theiß

Montag, 18. Mai 2009
(Fotos: L. Sander, C. von Szombathely)

„Ich habe euch in die Augen gesehen und musste anhalten.“ Wir stehen an einer Trampstelle, die ungeeigneter nicht sein kann: an einer Schnellstraße, Constanzes Daumen hinter einer Leitplanke in einer Kurve versteckt und dazu noch Berufsverkehr. Doch Robert Gyüryák bremst für uns und entführt in eine Welt aus Erdbeeren, Weihnachtsbäumen und magischen Augenblicken. [mehr..]



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Team Ungarn: Unser Leben als Landstreicher

Sonntag, 17. Mai 2009
(Foto: L. Sander, C. v. Szombathey, I. Gyurgyak)

„Szia, Hortobagy fele megy? “ - „Hallo, fahren Sie nach Hortobagy?“ - Das ist unsere Standardfrage, mit der wir Fahrer ansprechen – sofern einer mal für uns anhält. Wir trampen seit über eine Woche durch Ungarn, seit Dienstag sind wir auf dem Land unterwegs. Angewiesen sind wir auf Menschen, die ein Auto besitzen und so mutig sind, zwei „Landstreicher“ am Straßenrand aufzusammeln. [mehr..]



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Team Ungarn: Europabürger aus der Kleinstadt

Sonntag, 17. Mai 2009
(Foto: L. Sander)

Bisher war Eger nur eine Richtung für uns – um Autofahrer zu finden, die uns nach Osten mitnehmen. Nach drei Tagen auf dem Land macht die Stadt auf uns einen künstlichen, kulissenhaften Eindruck: Die Hauswände sind makellos gestrichen und die barocken Fassaden perfekt restauriert, die Straßen sind breit und sauber, die Schilder zweisprachig auf Ungarisch und Deutsch. Die 800 Jahre alten Burgmauern thronen über der Innenstadt und erinnern an glorreichere Zeiten. Endlich angekommen wissen wir nicht, wie wir ungezwungen mit den Menschen Kontakt aufnehmen sollen, ohne dauernd an Touristen zu geraten oder selbst als solche zu wirken. [mehr..]



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