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Team Slowakei: Landet in der Wildnis und in einem deutschen Dorf

Donnerstag, 21. Mai 2009

Aus Košice herauszukommen war einfach. Von dort aus nahm uns ein Geschaeftsmann mit und daraufhin ein Ungar, der perfekt deutsch sprach...nicht neues also fuer uns.

Foto: Konstantin Biehl
Foto: Stefanie Gerressen
Foto: Stefanie Gerressen

Laros, der Ungar, kommt aus Medzev. Medzev heisst auf deutsch "Metzenseifen" und ist ein altes karpaten-deutsches Oertchen. Es ist fast unwirklich fuer uns, dass mitten in der Ostslowakei JEDER deutsch spricht. Aber der Reihe nach.

Ein Trip ins Ungewisse

Leider kennt Laros niemanden, bei dem wir unterkommen koennen. "Ich habe zuwenig Platz bei mir zuhause. Ich arbeite als Security in einer Bank und verdiene nur 300 Euro." Macht nichts, sagen wir. Zur Not schlafen wir eben im Wald. Gesagt getan, Laros faehrt uns direkt in den Wald von Medzev. "Ich zeige Euch einen Platz, wo ihr gut schlafen koennt. da ist auch Wasser zum Waschen." Eigentlich sollte der Plan im Wald zu schlafen nur eine Notoption sein. Naja...

Mit mulmigem Gefuehl folgen wir Laros in den Wald. Haben Security-Maenner eigentlich Waffen? Aber es passiert nichts und wir landen in einem wirklich wunderschoenen Wald mit weichem Boden und einem kleinen plaetscherndem Bach. Eine kleine Idylle!

Mit besten Gruessen von Gerhard Schroeder

Nach einer mehr oder weniger ruhigen Nacht - angeblich sind Schulkinder an uns vorbei gelaufen, aber nachdem Steffi die halbe Nacht vor Angst nicht schlafen konnte, hat sie sogar das verschlafen.

Auf dem Dorfplatz machten wir als erstes Bekanntschaft mit einem alten Mann, der deutsch sprach. Leider hatte er keinen Zaehne mehr und sprach mit einemsolch harten Akzent - sein Alkoholpegel war auch nicht hilfreich - dass wir ihn einfach nciht verstanden haben. Aber offensichtlich mochte er uns: Konstantin durfte um 10 Uhr morgen einen kraeftigen Schluck Schnaps nehmen und Steffi bekam seinen Kettenanhaenger geschenkt: einen Engel mit Trompete.

Dann zog es uns in Kinematographie-Museum von Rudolf Schuster, dem ehemaligen Praesidenten der Slowakei. Und seine Sammlung war wirklich beeindruckend. An einigen Apparaten lag eine Visitenkarte: Ein Geschenk vom Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard Schroeder.

Team Slowakei trampt gen Westen

Von Medzev geht es flux nach Nitra, mit zwei Autos, fast ohne warten. Einer unserer Fahrer , Martin, hatte sogar einen britischen Volkswagen mit dem Lenkrad auf der anderen Seite. In Nitra angekommen kam grosse Ratlosigkeit auf: wo schlafen? Wir haben keine Kontakte in Nitra - also mussten wir Passanten anquatschen. Schiefe Blicke, Mitleidiges Kopfschuetteln.... aber bei Kate hatten wir Glueck. Sie war gerade auf dem Weg zum Bus, weil sie fuer ein paar Tage wegfaehrt, aber ihre Mitbewohner feiern gerade in einem Pub, da sollen wir uns melden. Im Pub angekommen, erwartete uns schon David, der gerade seinen Abschluss in Oekologie an der Uni gemacht hat. Nachdem er am naechsten Tag uns ein typisch slowakische Mittagessen gekocht hat - Brimsennocken - trampen wir weiter gen Westen, nach Bratislava, um dort eine letzte Nacht zu verbringen bevor wir die Slowakei verlassen (muessen).

Brimsennocken - sieht komisch aus, schmeckt aber lecker
Kartoffeln schaelen und klein reiben, zu dem rohen Brei Mehlgeben bis ein Holz-Loeffel im Teig stehen bleibt. Dann nach Spaetzle-Art in kochendes Salzwasser geben und abschoepfen, wenn die Nocken schwimmen. Anschliessend mit Butter und Brimsen, traditioneller slowak. Schafsfrischkaese dazu geben. Nach Geschmack noch gebratenen Schinkenspeck hinzufuegen. Traditionell trinkt man dazu Butter- oder Sauermilch. Wir empfehlen Vinea, Traubenlimonade.

Zum Schluss moechten wir uns bei allen tollen Menschen bedanken, bei allen Autofahrern, Weggefaehrten, Gastgebern, Uebersetzern und neuen Freunden. 

Ďakujem pekne, Slovensko! - Wir kommen wieder.