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Team Polen: Luxus geht immer

von Claudia Mueller
Freitag, 15. Mai 2009

Als wir in Sopot ankommen, riechen wir schon das Meer. Der Nase nach gelangen wir tatsächlich an den Strand und wir sind nicht die einzigen, die sich hierher verirren.

Wir schnuppern Ostseeluft
Nur mit Kohle auf die Mole
Das Grand HOtel in Sopot
Und so sieht's drinnen aus

Zwar ist noch keine Saison, aber die ersten warmen Tage locken Hartgesottene nicht nur an die Ostsee, sondern sogar hinein. Wir wollen natuerlich, wenn wir schon einmal hier sind, auf der laengsten Mole der Ostsee spazieren. Aber der Kassenwart stoppt uns. Die Mole wurde zwar mit EU-Geldern renoviert, aber jetzt muss der Besucher dafuer in die Tasche greifen.

Die Residenz direkt an der Ostsee

Nichts fuer uns, stattdessen widmen wir uns dem Hotel, das direkt neben Mole angesiedelt ist - das Grand Hotel. Seit 1927 residiert das herrschaftliche Haus in bester Lage. Wir wollen es von innen sehen, fragen nach. Und obwohl es 19 Uhr abends ist, hat Monika Kubat Zeit. Seit einem halben Jahr ist sie in Sopot, einmal war sie in der Zeit am Strand, sonst hat sie nur gearbeitet – in dem vor drei Jahren wiedereroeffneten Luxushotel in Sopot. 5 Sterne hat das Hotel, eine Uebernachtung kostet fast 600 PLN, 150 Euro, das verdient der Durchschnittspole in einer oder zwei Wochen. Das Hotel sieht dementsprechend aus – Schwimmbad, Sauna, Spa, Fitnessraum, Garten, Restaurant, individuelle Zimmer, Riesenbetten. “Seit Polen Mitglied in der Europaeischen Union ist, boomt der Tourmismus. Vor allem von 2004 bis 2006 konnten sich die Hotels kaum retten vor Anfragen”, erklaert Kubat in perfektem Englisch. Jetzt ist die Krise auch hier zu spueren.

Trotz der Krise - Luxus funktioniert

Aber das Hotel ist trotzdem gut besucht, die Vorbereitungen fuer die Saison laufen, der Privatstrand fuer die exklusiven Beuscher wird bald abgesperrt. Wir merken: egal, was ringsherum passiert, Krise hin oder her -  Luxus scheint immer zu gehen und sehen uns in dem bestaetigt, was wir oft gehoert haben in den letzten Tagen: die Gegensaetze werden immer grosser.