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Berlinale 2012 - Blog

© Berlinale

Foto: Felix Hügel
Team Bulgarien: Caroline Kieke und Thielko Grieß

Balgaria: Können Sie da auch nur mit dem Kopf schütteln? - Das Team Bulgarien

Frage

Antwort Caroline

Antwort Thielko

Geburtstag

13. Mai 1982

24. Oktober 1981

Studiengang

MA Kulturwissenschaften, Journalistik, Frankreich-Studien (abgeschlossen November 2008)

Magister Kulturwissenschaften, Politikwissenschaft, Kommunikations- und Medienwissenschaften (abgeschlossen März 2009)

Was waren deine bisher interessantesten Reiseziele?

Definitiv Istanbul, aber auch Lyon und die Landschaften in dessen Umgebung

Kenia zum Praktikum, Vereinigte Staaten zum Austauschjahr, Russland zur Erkundung und Israel zum Verstehenwollen.

Wo willst Du unbedingt noch hin?

Maghreb-Staaten

Klingt vielleicht abgestanden, aber das Schöne liegt so nah: Schweden zum Beispiel.

Was fällt dir bei deinem Tramp-Land zuerst ein?

Rote Tomaten – zuckersüß. Deutsch-deutsche Begegnungen vor der Wende.
Gestoppte EU-Gelder wegen Korruption.

Die Nachbarschaft zu Serbien, der Türkei und Rumänien. Die kyrillischen Schriftzeichen, die zu entziffern wir versuchen müssen. Und: Die angeblich endlosen Weinhänge.

Was war deine erste Vokabel?

Guten Tag! - dóber den! UND Großartig! - tschudéßno!

Ehrlich gesagt… noch keine einzige. Ich hoffe, wenigstens ein bisschen was zu erkenne, was dem Slowenischen ähnelt. Damit hatte ich mich mal beschäftigt. Und Südslawen sind ja – sprachlich – immerhin  beide Länder.

Wie hat sich dein Team auf das Tramping-Abenteuer vorbereitet?

Ich habe mir von meiner Oma einen Blitzlektion in Kyrillisch geben lassen. Wir haben außerdem viele wichtige Informationen von der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft Leipzig erhalten. Und sonst? Lesen, rumfragen, zuhören.

Ich wälze Reiseführer, habe mir so’n eher populär geschriebenen Geschichtsüberblick angeschafft, fahre mit dem Finger über Landkarten… und hoffe, dass mir meine Wanderschuhe endlich keine Blasen an den Füßen mehr bereiten.
 

Was möchtet ihr in eurem Land unbedingt anschauen?

Pflicht: Ein Bergdorf, die wachsenden Tourismusburgen am Schwarzen Meer Burgas + Varna; Sofia natürlich – die Stadt mit dem Berlin-Gefühl - und damit es nicht zu lieblich wird, eine vom wirtschaftlichen Zusammenbruch gezeichnete Stadt vor den Toren Sofias.

Leute: Schön wäre, neben dem „Bulgaren von der Straße“ irgendeinen bulgarischen Offiziellen zum Thema EU vor unser Mikro zu bekommen. Landschaft: Gebirge, Nationalparks und Schwarzmeerküste. Leben: Arbeitsleben! Zum Beispiel in einem Betrieb.

Wie soll eure Route ungefähr aussehen?

Die Anfahrt wird einige Tage in Anspruch nehmen: Deutschland (Leipzig, Dresden) – Tschechien (Prag) -  Slowakei (Bratislava) – Bulgarien (Budapest) - Serbien (Belgrad) – Bulgarien (Sofia). Die Hauptstadt ist unsere erste Station in Bulgarien, dann schlagen wir uns nach einem leichten Schlenker gen Süden (Plovdiv) weiter nach Nord-Ost (Veliko Târnovo) zum Schwarzen Meer (Varna, Burgas) durch. Neugierig sind wir auf die Grenzregion zur Türkei im Süden von Bulgarien. Dann geht es mit dem Flugzeug zurück von Sofia über Budapest und Berlin nach Leipzig.

Die Anfahrt wird die erste Herausforderung – weil’s einfach nicht um die Ecke liegt. Wir werden wohl als erstes irgendwie Wien erreichen, entweder über Tschechien oder Süddeutschland. Dann Richtung Belgrad, entweder über Kroatien oder Ungarn – und von dort aus ist es nicht mehr weit bis zur bulgarischen Grenze. Gleich dahinter liegt dann Sofia, unsere erste Station. Dann schlagen wir uns nach einem leichten Schlenker gen Süden (Plovdiv) weiter nach Nord-Ost (Veliko Târnovo) zum Schwarzen Meer (Varna, Burgas) durch. Neugierig sind wir auf die Grenzregion zur Türkei im Süden von Bulgarien. Dann geht es mit dem Flugzeug zurück von Sofia über Budapest und Berlin nach Leipzig.

Was tust Du, wenn nach drei Stunden immer noch kein Auto angehalten hat?

Endlich Zeit, Postkarten zu schreiben! ... oder einen Text fürs Weblog.

Am Charme meines Lächelns arbeiten und mir einen anderen Text überlegen, mit dem ich für uns werbe. Oder: Den Fahrer mit Obst, Gemüse und Kaffee bestechen.

Was war deine größte Investition in deine Reise?

Viel Geld kostet die Fahrt nicht. Ich habe vor allem Zeit investiert, um mit Bulgaren in Kontakt zu kommen und mich über das Land zu informieren.


Vor allem Zeit – und eine Menge Neugier. Aber die hatte ich noch vorrätig.

Was hat dich bei den Vorrecherchen zu deinem Land überrascht?

Es gibt überraschend viele Verbindungen zwischen Deutschland und Bulgarien, besonders in Ostdeutschland. Ich stieß auf Erasmus-Freundschaften, eine bulgarische Kuratorin in Leipzig und deutsch sprechende bulgarische Freunde von Leipzigern. Mir sind auch erst in den vergangenen Wochen die bulgarischen Traumata der Spaltung (ehemals bulgarische Territorien wie das heutige Mazedonien) und der osmanischen Fremdherrschaft bewusst geworden.

Wie weit entfernt das Land von uns aus tatsächlich ist. Auf vielen Karten von (Mittel-) Europa ist es nicht mehr ohne Weiteres abgedruckt. Historisch war mir nicht klar, wie sehr Bulgarien mit der Geschichte der Türkei verwoben ist – ich bin gespannt, welche Reste davon heute noch zu spüren sind. Und nach einigen Reisen durch „den Balkan“, der früher Jugoslawien hieß, freue ich mich auf das Land, das Kern und Ursprung des eigentlichen Balkans sein soll.

Wieviel Tramp-Erfahrung hast du?

So was von null komma null. Ich übertreibe! In Wahrheit bin ich schon einmal in Frankreich getrampt ... zwei Stunden.

Ein wenig, hier mal gelegentlich in Slowenien und Kroatien und dort mal durch Kenia. Aber noch nie für mephisto 97.6 – und noch nie mit einem festen Rechercheauftrag im Gepäck. Und noch nie zwei Wochen lang. Es wurde also wirklich Zeit für diese Reise.

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Mit Schirm, Messer und Kanone...

Dienstag, 30. August 2011

Morde aus politischen Motiven gab es schon immer. Aber was geschah damals wirklich? Zum Beispiel bei Cäsar, Indira Gandhi und Georgi Markow? Der Kultstatus hat sich auf eine Zeitreise begeben... [mehr..]



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Team Bulgarien: Politiker im Rausch – Gastgeber auf Entzug

Samstag, 23. Mai 2009
Fotos: Team Bulgarien

Am 17. Mai könnte der Szenenwechsel nicht größer sein. Nachdem wir zwei Tage lang Dorflehrer, -förster und -jugendliche bei ihrem Tun in dem muslimischen Bergdorf Sveta Petka begleitet haben, blicken wir nun durch wehende Fahnen hindurch auf eine große Bühne. In ganz Bulgarien beginnt heute der EU-Wahlkampf. Und der Newcomer GERB, eine Mitte-Rechts-Partei mit dem Namen "Bürger für die europäische Entwicklung Bulgariens", hat für sein Auftaktspektakel die Stadt Plovdiv am Fuß der Rhodopen ausgewählt. [mehr..]



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Team Bulgarien: Im Schwarzen Meer versenkt

Freitag, 22. Mai 2009
Fotos: Team Bulgarien.

Wir sind am Ende, fast jedenfalls. Aber immerhin das letzte große Ziel ist erreicht. Wir haben unsere Zehen ins Schwarze Meer getunkt. Und nicht nur sie. Aber das alles mit einem nicht ganz reinen Gewissen, denn im Gegenzug musste eine Reportage dran glauben. Aber doch vielleicht nicht so ganz. [mehr..]



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Team Bulgarien: Ein Rakija auf Allah - Kneipenabend in den Rhodopen

Freitag, 22. Mai 2009
Fotos: Team Bulgarien

Ein Bilderbuch-Zug auf schmalen Gleisen (der Rasende Roland von Rügen auf bulgarisch, allerdings eher für Arbeiter als für Touristen) hat uns Freitag (15. Mai 2009) in die Rhodopen hineingefahren, und hier sitzen wir nun. Im dem 2.000-Seelen-Dorf Sveta Petka auf 1.000 Meter Höhe. [mehr..]



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Team Bulgarien: Ach hier seid ihr!

Freitag, 22. Mai 2009
Fotos: Team Bulgarien.

Die knatternden Rennpappen aus Zwickau - sie sind aus dem deutschen Straßenbild ja schon längst so gut wie verschwunden. Aber hier in Bulgarien, liebe Trabi-Fans, gibt es sie noch zu hauf. Eine Galerie aus verschiedenen Ecken des Landes... [mehr..]



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Team Bulgarien: Das ungelöste Problem des Trampers

Freitag, 22. Mai 2009
Fotos: Team Bulgarien.

Es ging nicht anders, glaube ich. Von allein kommen die beiden einfach nicht auf Politik zu sprechen. Ja, die Politik in Bulgarien, sie treibt uns um. Jeder schimpft über sie – wirklich jeder, mit dem wir sprachen. Vielleicht haben auch unsere Gastgeber in Kazanlak, der Rosenstadt, eine Meinung? [mehr..]



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Team Bulgarien: Dancefloor ist einfach nicht kaputt zu kriegen

Mittwoch, 20. Mai 2009
Fotos: Team Bulgarien.

Wir fahren durch Bulgarien – und haben ja nicht nur die beiden offiziellen Bedingungen zu erfüllen. Wir dürfen nur trampen und nur bei Einheimischen übernachten – doch darüberhinaus sind wir ja fast rund um die Uhr im Dienst: berichten, bloggen, twittern. Dazu brauchen wir das Internet und die Suche nach einem Zugang führt uns regelmäßig in Cafés, die drahtlose Verbindungen anbieten. Zum Getippe trinken wir Capuccino und Espresso unterschiedlicher Qualität. Gleichbleibend fragwürdigen Niveaus ist allerdings, was aus den Musikboxen in diesen Cafés angeboten wird. Bummbummbumm. [mehr..]



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