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Krieg aus der Perspektive einer Frau

von Valérie Müller
Sonntag, 20. März 2011

"Kriegsbraut" ist der Titel des Romans von Dirk Kurbjuweit, der eine neue Perspektive eröffnet: eine junge Frau entscheidet sich als Soldatin nach Afghanistan zu gehen und verliebt sich dort in einen afghanischen Rektor.

Dirk Kurbjuweit mit Moderatorin Nora Hoffbauer auf der mephisto 97.6 - Couch. (Foto: M. Swaczyna)

Der Autor Dirk Kurbjuweit war Redakteur bei der Zeit und ist nun Leiter des Spiegel-Hauptstadtbüros. Er selbst bereiste Afghanistan und traf dort eine Soldatin, die in ihm ein Interesse weckte. Eine Frau als Kriegerin und Kämpferin war eine eher befremdliche, neue Erfahrung. Er möchte die Frau in seinem Roman aus der sonst häufigen Opferrolle lösen und erzählt seine Geschichte aus der Perspektive einer Frau.

Ein Anti-Kriegs-Buch?

Bei der Einordnung seines Romans, möchte sich Dirk Kurbjuweit nicht festlegen. "Ein Anti-Kriegs-Buch ist auch immer ein Kriegs-Buch, weil es der Krieg, der fasziniert", so der Autor. Ein weiterer Aspekt, der in seinem Roman thematisiert wird, ist die Situation des Kriegsheimkehrers, der oft traumatisiert ist. Die Protagonistin findet ein Land vor, das ganz normal weiterlebt und kann mit dieser Situation nicht umgehen.

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