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"Feminismus war schon lange überall, jetzt entzündet er sich neu"

von Valérie Müller
Sonntag, 20. März 2011

Die Wissenschaftlerin und Feministin Frigga Haug startet mit ihrem neuen Buch "Briefe aus der Ferne" ein weltweites Projekt. Ihr Aufruf wurde von 49 Feministinnen aus aller Welt in Aufsätzen und Briefen beantwortet.

Herausgeberin Frigga Haug spricht mit Moderatorin Sarah Frühauf über ihr neues Buch "Briefe aus der Ferne". (Foto: M. Nelkenbrecher)

In ihrem Buch "Briefe aus der Ferne" fasst Frigga Haug Aufsätze und Briefe von 49 Feministinnen aus 13 Ländern zusammen. Die Professorin außer Dienst ist frauenpolitisch engagiert und Mitbegründerin der wissenschaftlichen Zeitschrift "Das Argument". Sie selbst war Teil der 68er Bewegung, möchte aber nicht mit dem Männerhass wie ihn Alice Schwarzer geprägt hat, in Verbindung gebracht werden. 

Wo stehen die Frauen im 21. Jahrhundert?

Diese Frage beschäftige die Feministin Frigga Haug und schrieb Feministinnen in der ganzen Welt, die sie durch die zahlreichen Kongresse kannte, mit persönlichen Briefen an und präsentierte ihnen ihr Projekt. Ihr Ziel ist eine feministische Internationale, die nicht allein die Bundesrepublik betrifft, und die Verschiedenartigkeit bewahrt. Die Antworten von 49 Feministinnen aus sechs Kontinenten beschreibt Frigga Haug in ihrem Untertitel als die "Anforderungen an ein feministisches Projekt heute".

Rosa Luxemburg - ein Vorbild?

An Rosa Luxemburg beeindruckt die Wissenschaftlerin vor allem ihre Art Politik zu machen. Sie sieht sie als die wichtigste politische Quelle und findet ein wenig von sich in einem ihrer Zitate wieder: "Ich möchte so sprechen zu den Menschen, dass die Gedanken einschlagen wie ein Blitz."

Das lange Interview mit Frigga Haug wird kommenden Mittwoch, 23. März, um 19 Uhr gesendet.

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