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Nachrichten - Neues aus und für Leipzig Die Spätnachrichten vom 2.11.2004
Geschrieben von fwitt am 02.11.04 um 19:31:42


+++ Bundeswehr: Kahlschlag bei in Leipzig +++
+++ Tiefensee: Struck-Entscheidung schmerzhaft +++
+++ Nicht betroffen: Delitzsch +++
+++ Zentralstadion: Kaufinteressent gefunden +++
+++ Porsch: Keine außergerichtliche Einigung mit Land +++
+++ Flughafen: Kokain gefunden +++
+++ Zoo: Bartaffe aus Niederlanden eingetroffen +++
+++ Flughafen 2: Aussichtsplattform zu +++
+++ Messerstecherei-Prozess: Freispruch +++


In Leipzig fallen zwei von drei Arbeitsplätzen bei der Bundeswehr weg.
Das gab das Verteidigungsminsisterium heute bekannt. Insgesamt streicht die Bundeswehr in der Stadt über 1.500 Stellen. Das Fernmeldebataillon 701 wird komplett nach Frankenberg verlegt. Auch ihr Krankenhaus gibt die Bundeswehr auf, es wird wahrscheinlich an die Marseille-Kliniken verkauft werden. Außerdem auf der Streichliste: Das Sanitätszentrum. Erhalten bleiben soll dagegen der Divisionsstab. Kürzungen sollen bis 2010 schrittweise umgesetzt werden. Damit hat die Bundeswehr in Leipzig nur noch knapp 700 Beschäftigte.

Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee nannte die Entscheidung schmerzhaft für Leipzig.
Im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Bundeswehrkrankenhauses sagte Tiefensee, er gehe davon aus, daß nach der Privatisierung Arbeitsplätze und Renomee des Krankenhauses erhalten blieben. Das Potenzial des Krankenhauses dürfe nicht einfach weggeworfen werden. Tiefensee war nach der Entscheidung am Nachmittag ins Bundeswehrkrankenhaus gefahren. Mit der Leitung beriet er dort über das weitere Vorgehen.

Anders als Leipzig ist Delitzsch von den Kürzungen der Bundeswehr nicht betroffen.
Nach den Plänen des Verteidigungsministeriums sollen im Sanitätszentrum 60 neue Stellen geschaffen werden. Die Bundeswehr in Delitzsch hätte dann fast 400 Beschäftigte. Der Delitzscher Oberbürgermeister Heinz Bieniek zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert. Bieniek sagte weiter, die Bundeswehr sei wichtig für die Delitzscher Wirtschaft. Dadurch gebe es viele Arbeitsplätze für Mittelständler und Handwerker.
Heinz Bieniek im O-Ton

Für den Kauf des Zentralstadions gibt es offenbar einen Interessenten.
Sportdezernent Holger Tschense sagte, dabei handele es sich um den nordhreinwestfälischen Großunternehmer Gerald Wagner. Wagner habe Erfahrung als Veranstalter von Großveranstaltungen und Betreiber großer Sportstätten. Derzeit führe Wagner Vorgespräche mit dem jetzigen Stadion-Eigentümer Michael Kölmel, sagte Tschense.

Zwischen dem wegen Stasivorwürfen entlassenen Universitätsprofessor und PDS-Spitzenpolitiker Peter Porsch und dem Freistaat gibt es keine außergerichtliche Einigung.
Das Wissenschaftsministerium erklärte die Vergleichsverhandlung heute für gescheitert. Man wolle nun intensiv nach Beweisen suchen, die eine Stasitätigkeit von Porsch belegt. Porsch war im Sommer nach Stasivorwürfen als Universitätsprofessor fristlos entlassen worden. Dagegen klagt er vor dem Arbeitsgericht.

Der Zoll hat am Flughafen Halle-Leipzig rund 20 Kilogramm Kokain sichergestellt.
Wie das Zollfahndungsamt Dresden heute mitteilte,
fanden Spürhunde das Kokain gestern im Gepäck von einer Britin und zwei Slowakinnen. Die Frauen waren aus der Dominikanischen Republik eingereist. Sie wurden als mutmaßliche Drogenkuriere vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Chemnitzer Staatsanwaltschaft streiten sie ab, von dem Kokain gewusst zu haben. Das Kokain hat einen Schwarzmarktwert von mehr als 700.000 Euro.

Im Leipziger Zoo hat heute die Bartaffengruppe Zuwachs aus den Niederlanden erhalten.
Nach Angaben des Zoos bleibt der neue Bartaffenmann zunächst drei Wochen in der Quarantäne. Anschließend kann er zu seinen Artgenossen umziehen. Der Zoo hofft, dass sich dann bald Nachwuchs einstellt.

Die Aussichtsplattform auf dem Leipziger Flughafen ist die nächsten zwei Wochen geschlossen.
Wie der Flughafen mitteilte, finden am Aufzugsschacht Bauarbeiten statt. An den Wochenenden ist die Plattform aber weiter geöffnet.

Im Prozess um eine Messerstecherei ist der Angeklagte heute freigesprochen worden.
Wie das Landgericht mitteilte, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der 27-jährige Leipziger in Notwehr gehandelt hatte. Der Mann hatte im Februar in Böhlen zwei Männer mit einem Messer verletzt, einen der beiden schwer. Die Hintergründe der Tat sind bis heute unklar.





 
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