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Nachrichten - Neues aus und für Leipzig Die Spätnachrichten vom 22.3.2007
Geschrieben von lsand am 22.03.07 um 19:14:49


+++ Baunternehmen äußert sich zu Uni-Baustopp +++
+++ Stadt begrüßt Elektrifizierung der Sachsen-Magistrale +++
+++ Stadtratsfraktionen zu Brühl-Gestaltung +++
+++ Buchmessepreis verliehen +++
+++ Leipzig bekommt Neue DVB-T Frequenz +++
+++ Neue Stromschaltanlage für Gohlis +++


Den Baustopp an der Universität begründet das gekündigte Bauunternehmen mit Sicherheitsbedenken.
Das Finanzministerium hatte der Züblin AG wegen Abstimmungsproblemen vergangene Woche gekündigt. Nach eigenen Angaben hatte der Züblin AG kein genehmigtes Brandschutzkonzept vorgelegen. Außerdem hatte das Unternehmen auch Bedenken über die Statik des Altbaus. Eine Sprecherin sagte, die Züblin AG habe so nicht weiter arbeiten wollen. Weil mit dem Finanzministerium kein Kompromiss gefunden wurde, hatte es Verzögerungen im Bau gegeben. Das Finanzministerium bestätigte heute, dass es wegen dieser Abstimmungsproblemen dem Unternehmen gekündigt habe. Allerdings sollte das genehmigte Brandschutzkonzept nachgereicht werden. Bis dann hätte das Ministerium die Haftung übernommen. Zur Statik hatte es vom Ministerium und von der Züblin AG gegensätzliche Gutachten gegeben. Jetzt habe man einen Schlussstrich gezogen. Seit einer Woche wird nicht mehr gebaut. Der Universitäts-Neubau soll bis Ende April neu ausgeschrieben werden. Er verzögert sich bereits um ein Jahr und neun Monate.

Die Stadt begrüßt die mögliche Elektrifizierung der Sachsen–Magistrale.
Mit der Bahnverbindung nach Nürnberg könne die Region um Leipzig stärker wachsen. Das Wirtschaftsministerium hatte heute bekannt gegeben, die Finanzierung des letzten Teilstückes sei abgesichert. Die Fernzüge die durch den Citytunnel fahren sollen, müssen auch über die sogenannte Sachsen–Magistrale. Diese verbindet unter anderem Leipzig und Chemnitz mit Nürnberg, muss aber noch ausgebaut werden. Die Bundesregierung hat nun den Etat für den Ausbau von knapp 80 auf rund 130 Millionen Euro erhöht. Mit den zusätzlichen Fünfzig Millionen Euro kann jetzt die Strecke von Leipzig nach Crimmitschau weitergebaut werden. Außerdem sollen von der EU eventuell zusätzliche Fördermittel kommen, um die Strecke von Reichenbach nach Hof zu elektrifizieren. Dann wäre auch diese Strecke für elektrische Fernzüge befahrbar. Ursprünglich sollte die Bahn die Kosten für die Elektrifizierung übernehmen.

Die Stadtratsfraktionen haben die neuen Eckpunkte zu der Gestaltung des Brühl-Einkaufszentrums begrüßt.
Vor zwei Tagen hatte die Stadtverwaltung einen entsprechenden Vertrag beschlossen. Für die Grünen ist der Entwurf ein wesentlicher Fortschritt. Fraktionsvorsitzender Wolfram Leuze betonte, positiv sei, dass die Verkaufsfläche verringert und ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden soll. Man müsse dennoch darauf achten, dass diese Auflagen auch tatsächlich eingehalten werden. Auch die FDP begrüßte die verringerte Verkaufsfläche. Für die SPD zeigt der Entwurf, dass die Stadt gut verhandelt habe, aber auch, dass der Käufer – das Essener Unternehmen MFI – kompromissbereit gewesen sei. Das Einkaufszentrum dürfe nun nicht mehr grundsätzlich in Frage gestellt werden. Die Linkspartei konnte nicht erreicht werden, die CDU wollte sich noch nicht äußern. Der Vertragsentwurf sieht vor dass am Brühl etwa 18.000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen. Außerdem sollen auch kleinere Geschäfte gebaut werden, sowie neue Geschäfte angesiedelt werden, die noch nicht in Leipzig verkaufen. Der Stadtrat will in einem Monat über den Entwurf entscheiden.

Am Abend ist auf dem Messegelände der Preis der Leipziger Buchmesse ist verliehen worden.
Der mit jeweils 15000 Euro dotierte Preis geht dieses Jahr an Ingo Schulze, Swetlana Geier und Saul Friedländer. Schulze erhielt den Preis für Belletristik. Friedländer wurde in der Kategorie Sachbuch ausgezeichnet. Den Preis für die beste Übersetzung erhielt Swetlana Geier. Die Jury wählte die Gewinner aus über 700 eingereichten Titeln aus.

Leipzig bekommt eine neue Frequenz für digitales Fernsehen.
Wie der mitteldeutsche Lenkungsausschuss für DVB-T mitteilte, müssen Leipziger im Sommer ihre Fernseher neu einstellen. DVB-T ist die Bezeichnung für das digitale Antennenfernsehen. Für den Empfang wird ein spezielles Empfangsgerät benötigt. Bis Ende 2008 soll DVB-T in ganz Sachsen ausgebaut sein. Bisher war es nur in der Region Leipzig- Halle zu empfangen.

Gohlis bekommt eine neue Schaltanlage für Strom.
Wie die Stadtwerke mitteilten sei die Technik der jetzigen Schaltanlage veraltet und muss ersetzt werden. Der Neubau soll 1,5 Millionen Euro kosten. Die Bauarbeiten beginnen in einer Woche und werden bis Ende Oktober andauern.





 
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