+++ Leipziger Linkspartei macht Vorschläge für Brühl-Nutzung +++
+++ Zoo Leipzig von Tötungsvorwürfen entlastet +++
+++ DHL-Gewerkschaften vernetzen sich in Leipzig +++
+++ Telepool öffnet neuen Standort +++
+++ Personalwechsel im VNG-Vorstand +++
+++ Infobroschüre über Leipziger Schulen erschienen +++
+++ Diakonie fördert ehrenamtliches Arbeiten in Grimma +++
Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei.PDS, Ilse Lauter, lehnt ein reines Einkaufszentrum am Brühl ab.
Lauter forderte stattdessen eine gemischte Nutzung des Innnenstadt-Areals am Brühl. Neben Geschäften müsse in den Gebäuden auch Wohnraum entstehen. Eine Mischnutzung solle dafür sorgen, dass die Innenstadt nicht nur zu einem Zentrum von Einkaufstempeln verkomme. Zum Zweiten gebe es in Leipzig noch kein großes Möbelgeschäft. Vielleicht könne diese Nische noch genutzt werden. Zum Dritten suche auch das Kabarett "Pfeffermühle" noch nach einem neuen Domizil und könne am Brühl eine Heimatstätte finden. Noch stehen am Brühl ein ehemaliges Kaufhaus sowie drei leer stehende Wohnblöcke. Der Investor mfi aus Essen möchte dort ein Einkaufs- und Büro-Zentrum errichten. Dazu soll er allerdings erst einen Architekturwettbewerb ausschreiben. Am Abend hat die Stadt zur Brühl-Bebauung ein Bürgerforum veranstaltet.
Fraktionsvorsitzende der Linkspartei.PDS Ilse Lauter im O-Ton
Der Zoo hat mit der Tötung des Lippenbärenbabys nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.
Die Staatsanwaltschaft sieht nach eigenen Angaben von weiteren Ermittlungen ab. Insgesamt lagen fünf Anzeigen von Tierschützern gegen den Zoo vor. Diese hatten dem Zoo vorgeworfen, das Bärenjunge nicht gerettet zu haben. Die Lippenbärin hatte Ende Dezember überraschend Junge zur Welt gebracht, diese allerdings verstoßen. Da die Aufzucht per Hand äußerst schwierig sei, hatte der Zoo ein Junges eingeschläfert. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft war die Entscheidung des Zoos gerechtfertigt. Tierschützer protestierten jedoch dagegen. Schwierige Aufzuchtbedingungen dürften in deutschen Zoos nicht zu einem Töten nach Belieben führen.
Die Gewerkschaften der Posttochter DHL wollen weltweit besser zusammenarbeiten.
Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di erstellen Gewerkschaften aus mehreren Ländern dafür diese Woche einen Forderungskatalog. Der solle für die Arbeit bei DHL allgemein geltende Mindeststandards festschreiben. Die Gewerkschaften wollen sich so im Falle von Streiks gegenseitig unterstützen. ver.di zufolge bleiben die Tarife in den jeweiligen Ländern jedoch weiter verschieden. Die DHL-Gewerkschaften aus Deutschland, Hongkong und den USA treffen sich noch bis Freitag in Leipzig. Zur Zeit entsteht am Flughafen der europäische Hauptumschlagplatz des Unternehmens.
Die TV-Vermarktungsfirma Telepool eröffnet einen Standort in Leipzig.
Nach Angaben des Unternehmens soll der frühere Olympia-Manager Dirk Thärichen Leiter des neuen Büros werden.
Telepool ist eine Tochterfirma verschiedener öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Dazu gehören zum Beispiel der Mitteldeutsche und der Bayrische Rundfunk. Telepool vermarktet unter anderem Fernseh- und Kinorechte und dazugehörende Werbeartikel.
Der Leipziger Energieversorger Verbundnetz Gas bekommt ein neues Vorstandsmitglied.
Wie Verbundnetz Gas, kurz VNG, mitteilte, tritt Gerhard Holtmeier sein Amt im Sommer an. Im Vorstand sei er dann für den Bereich Gasverkauf und Technik verantwortlich. Zuletzt hatte Holtheimer für die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim gearbeitet. Bei VNG tritt er die Nachfolge von Wolfgang Eschment an, weil der in den Ruhestand geht. VNG versorgt die Leipziger Stadtwerke mit Gas aus Russland und Norwegen.
Für Eltern gibt es jetzt eine Entscheidungshilfe für die Schulwahl ihrer Kinder.
Die Stadt hat eine Informationsbroschüre mit aktuellen Angaben zu allen Leipziger Schulen herausgebracht. Das soll besonders den Eltern helfen, deren Kinder in diesem Jahr eine Bildungsempfehlung erhalten. Die Broschüre informiert über Standorte, Geschichte und Freizeitangebote. Sie kann ab sofort in allen Schulen und Bürgerämtern eingesehen werden.
In Grimma gibt es seit heute eine Anlaufstelle für Bürger, die ehrenamtlich arbeiten wollen.
Wie das evangelische Hilfswerk mitteilte, hat die sächsische Diakonie dort eine sogenannte Freiwilligenzentrale eröffnet. Ziel sei es, freiwillige Helfer an gemeinnützige Vereine zu vermitteln. Das soll Bürgern helfe, sich für Projekte in Kirche, Sport, Bildung oder Kultur zu engagieren. Neben Grimma gibt es bereits Zentralen in Pirna und Meißen. Der Diakonie zufolge ist in Sachsen jeder Dritte ehrenamtlich tätig.